Republik 07/2010

Text Bundesbeschaffung GmbH Mobilitäts-Manager – sparsam und risikofrei Beschaffung Fuhrpark Die Polizei hat’s vorgemacht, jetzt interessieren sich alle dafür. Durch Fuhrparkmanagementsysteme lassen sich nicht nur erhebliche Kosten sparen, sie befreien die öffentliche Hand auch aus mancher Haftungsfalle. „Am Anfang haben alle geglaubt, dass Fuhrparkmanagement nur ein anderes Wort für Leasing ist“, erzählt Jürgen Jonke. Der Einkaufsleiter für Mobilität bei der Bundesbeschaffung hat einen langen Weg hinter sich, um die öffentliche Hand von den Vorzügen eines derartigen Systems zu überzeugen. „Der Vorteil des Fuhrparkmanagers besteht nicht in der Finanzierung – da hat die öffentliche Hand durch ihre gute Bonität selbst die besten Voraussetzungen. Die Dienstleistung des Fuhrparkmanagers beinhaltet das komplette Flottenmanagement. Und da ist ein Profi einfach unschlagbar“, so Jonke. Der Fuhrpark- Dienstleister weiß nicht nur, wann er die Autos am Günstigsten einkauft, er weiß vor allem, wann der ideale Zeitpunkt ist, um sie wieder zu verkaufen. Kostentreiber eliminieren „Die öffentliche Hand hat ihre Autos früher so lange gefahren, bis sie am Straßenrand liegen geblieben sind. Dabei lässt sich ganz einfach vorrechnen, dass man ein Auto austauschen sollte, bevor die Zeit teurer Reparaturen beginnt“, berichtet der Einkaufsexperte. Bei der Polizei hat sich durch die Einführung eines Fuhrparkmanagements die Behaltedauer der Einsatzwagen auf durchschnittlich zwei bis vier Jahre reduziert – ein Vorteil, der nicht nur den Beamten zugute kommt, sondern auch der Umwelt. Bedeutet doch jede neue Fahrzeuggeneration eine Reduktion der Schadstoffemissionen. Ein Fuhrparkmanager nimmt aber vor allem Kostentreiber in den Blick, die sonst gerne übersehen werden. Betrachtet man die Kosten eines Fahrzeuges über den gesamten Lebenszyklus, spielt der Wert- verlust selbst nur eine untergeordnete Rolle. Instandhaltung, Kraftstoffverbrauch, Versicherungen und Fahrzeugverwaltung fallen viel mehr ins Gewicht. „Vor allem bei Reparaturarbeiten hat der Fuhrparkmanager eklatante Kostenvorteile“, weiß Jonke. Vor allem aber habe er die Kompetenz, um die Notwendigkeit und die wahren Kosten von Reparaturen zu hinterfragen. Eigene Werkstätten zu betreiben, sei für die öffentliche Hand deshalb heutzutage nicht mehr vertretbar. Doch es sind nicht nur monetäre Argumente, die für das Outsourcing des Fuhrparks sprechen. „In vielen Institutionen ist es üblich, Fahrten mit den Privatautos der Mitarbeiter abzuwickeln. Abgesehen davon, dass der Kilometer beim Fuhrparkmanager weit unter dem amtlichen Kilometergeldsatz liegt, gibt es dabei für den Arbeitgeber auch erhebliche Risiken. Bei einem Unfall des Mitarbeiters kann ihn die Haftung treffen“, berichtet Jürgen Jonke. Auch im umgekehrten Fall kann es Probleme geben. In vielen Organisationen ist es üblich, die gekauften Autos an Mitarbeiter weiterzuverkaufen. Dabei wird von den Verantwortlichen gerne übersehen, dass sie dabei eine Gewährleistungspflicht trifft, sollte mit dem Auto etwas nicht in Ordnung sein. Run auf Fuhrparkmanagement Dass sich durch ein Fuhrparkmanagementsystem rund 15-20 Prozent der Kosten einsparen lassen – zusätzlich zu den erheblichen Einsparungen, die man allein durch die Bündelung großer Stückzahlen erzielen kann – hat sich inzwischen auch abseits der Polizei herumgesprochen. Das Finanzministerium, das Arbeitsmarktservice und das Land Oberösterreich nutzen ebenfalls bereits den Fuhrparkmanagement-Vertrag der BBG. „Obwohl das Innenministerium der Hauptnutzer des Vertrages ist, haben wir es geschafft, diesen so flexibel zu gestalten, dass wir auch für kleinere Kunden eine optimale Lösung gefunden haben“, berichtet der BBG-Einkäufer. Der Run auf den Vertrag hat allerdings dazu geführt, dass die kontrahierten Stückzahlen von 5180 Autos schon frühzeitig ausgeschöpft waren. An einem neuen Vertrag wird mit Hochdruck gearbeitet – „Interessenten sind jederzeit herzlich willkommen“, so Jürgen Jonke. Die Erfahrungswerte zeigen, dass sich bereits ab einer Fuhrparkgröße von 10 Autos ein externer Manager rechnen kann. I N F O E mobilitaet@bbg.gv.at www.bbg.gv.at Juli/August 10 9

Weitere Seiten in diesem Flash-Magazin:

Sie befinden sich auf der Textversion einer Flash-Seite. Um die Seite in ihrem vollem Umfang betrachten zu können, benötigen Sie den Flash Player ab Version 8, sowie aktiviertes Javascript.

Sie können jederzeit versuchen, diese Abfrage zu überspringen und das Magazin trotzdem aufzurufen, indem Sie hier klicken!

Flash Magazin, Katalog und Content Management System powered by flipmag.com

Array ( [googlecode] => [tracker] => google [trackingdomain] => )