Volkszählung in schwindelnder Höh‘ Petra Sumasgutner macht Vaterschaftstests für Falken. Wie viele Turmfalken leben in Wien und wie sieht es mit der Treue der Greifvögel aus? Diese beiden Fragen beschäftigen Petra Sumasgutner zurzeit. „Ich führe die allererste Bestandserhebung von Turmfalken in Wien durch“, sagt die Projektleiterin, die dabei auf die rege Mitarbeit der Wiener zählen kann: „Ohne deren Hinweise auf Nester wäre das Projekt gar nicht möglich gewesen.“ Sumasgutner ging den Angaben nach und begab sich nicht selten in schwindeln- Ordnungshüter andersrum Ewald Widi kämpft gegen Diskriminierung. Anfang Juli reisten 130 Polizisten aus ganz Europa nach Wien – zur fünften Konferenz der European Gay Police Association (EGPAC). „Ursprünglich war Paris als Tagungsort geplant, letztlich bekam Wien den Zuschlag“, sagt Kriminalbeamter Ewald Widi, Gründer des Vereins Gay Cops Austria und Organisator des Treffens. Wer nicht heterosexuell ist, hat es bei der Polizei schwer. „Ob man dazu steht oder es verheimlicht: Vorgeworfen wird einem beides“, weiß Widi aus eigener Gesundheitsfördernde Maßnahmen in eine strukturschwache Region mit hohem Senioren-Anteil zu bringen: Das soll die Initiative „Reifer Lebensgenuss“. „Wir wollen eine lebenswerte Region für die Generation 50-plus entwickeln“, sagt Maria Auer von der FH Joanneum. Sie ist die treibende Kraft hinter dem Projekt, das vom Fonds Gesundes Österreich und dem Land Steiermark finanziert wird. Der Anstoß kam von der Bürgermeisterin von Bad Gleichenberg, die Nachbargemeinden schlossen sich an. de Höhen: Denn die Vögel nisten bevorzugt in Kirchtürmen und Dachbodenluken. Unter den skeptischen, aber duldsamen Augen des Elternpaares vermisst und wiegt sie dort die Jungen, markiert sie mit einem Ring, sammelt Speisereste und nimmt Speichelproben. „Dadurch wird festgestellt, wie viele biologische Väter die Jungen im Nest haben“, sagt die offensichtlich schwindelfreie Biologin. Finanziert wird das Projekt von der Uni Wien und dem Naturhistorischen Museum. Erfahrung. Der Kongress soll helfen, „ein positives Bild schwuler, lesbischer, bi- und transsexueller Polizisten in der Öffentlichkeit zu vermitteln. Denn niemand legt seine sexuelle Orientierung im Job ab.“ Als Sponsoren konnte Widi u.a. das Innenministerium, IBM, das Wien-Museum und die Bank Austria gewinnen. Maria Fekter persönlich eröffnete die EGPAC, bei der ein Projekt über Hass-Verbrechen vorgestellt wurde und zu erfahren war, wie man sich am besten outet. Abschließend ging’s zur Regenbogenparade. „Wir wollen Hilfestellungen bei der Organisation verschiedener Angebote geben“, sagt Auer. Für Veranstaltungen wie eine Rückenschule oder einen Nordic- Walking-Kurs verteilt sie auch Geld. „Ein Selbstbehalt bleibt allerdings. Schließlich sollen die Aktivitäten nach dem Ende des Projekts 2012 von selbst weiterlaufen.“ Das ist nicht die einzige Herausforderung für Auer, denn sie muss 2 Gruppen unter einen Hut bekommen: „Wir wenden uns nicht nur an Einheimische, sondern auch an Touristen.“ privat Persönlich „Ich führe die aller- erste Bestandserhebung von Turmfalken in Wien durch.“ Petra Sumasgutner, Universität Wien Freizeit-Programm für „Graue Panther“ Maria Auer hält ältere Südsteirer fit. privat „Niemand legt seine sexuelle Orientierung im Job ab.“ Ewald Widi, Landespolizeikommando Wien FH Joanneum „Wollen lebenswerte, gesundheits- fördernde Region für die Generation 50-plus entwickeln.“ Maria Auer, Joanneum Juli/August 10 9
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