Rückblick bis 1950 1945–1948 - die zeitungslose Zeit Gustl Schieb war nach Kriegsende etwa ein Jahr lang Innungsmeister und hatte alle Hände voll zu tun, den von den Behörden aufgezwungenen Einsatz zur Beseitigung der Kriegsschäden zu organisieren. Sobald wieder eine geregelte Innungsarbeit möglich war, dachte man sofort wieder über eine eigene Zeitung nach. Fahrradausweis des Glasermeisters Robert Kalb: Wer zu dieser Zeit ein Fahrrad besaß, fühlte sich wie ein König. Es musste zudem polizeilich gemeldet sein. 1950 „Österreichische Glaserzeitung” 1948 bis 1963 im Ployer-Verlag Wieder war es Gustl Schieb, der wie zwölf Jahre zuvor, eine neue „Österreichische Glaserzeitung” auf die Beine stellte. Die erste Ausgabe erschien im April 1948. Er forderte die Leser auf, ihre Vorstellungen einzubringen. Die Bundesinnung als Herausgeber bildete einen Presseausschuss, der monatlich tagte, um den Inhalt festzulegen. An der Spitze stand der Bundesinnungsmeister Johann Pinc, unterstützt von den Glasermeistern Edmund Dörrich, Felix Sattler und dem Glasschleifermeister Alois Stelzl. Die Zeitung erschien wie früher monatlich, im Verlag Ployer & Co., in Wien VI., Ägidigasse 5. Alois Ployer, der Inhaber des Verlags, war nicht nur ein Verleger, sondern auch ein Freund, der stets im Interesse der Glaserschaft wirkte. Schieb stellte sich unermüdlich den Fragen der Leser in einem eigenen Fragekasten, stellte den Kollegen sein Wissen auch direkt zur Verfügung. 111 Jahre | 1900 – 2011 19
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