111 Jahre Glas - Jubiläumsausgabe

Inhalt Editorial Geschichte Glas – eine Erfolgsgeschichte 32 Zukunft Hoffnungsträger Glas 44 4 111 Jahre | 1900 – 2011 111 Jahre Österreichische Glaserzeitung(en) Er darf als Urvater der Österreichischen Glaserzeitung bezeichnet werden: der engagierte Wiener Glasermeister und Genossenschaftsvorsteher Carl Glößl. Welterfahren und dynamisch sieht er es zur Jahrhundertwende als seine Aufgabe an, dem wirtschaftlich darniederliegenden Glasergewerbe wieder auf die Beine zu helfen. Im Jahr 1900 gründet er die erste „Österreichische Glaserzeitung”. Die Zeitung erscheint zweimal monatlich, ab 1904 sogar als Wochenblatt. Betitelt ist das Druckwerk mit „Fachblatt für die Glasindustrie und die damit zusammenhängenden Gewerbe”. 1907 scheint als Verwalter der Zeitung erstmals Zitters Zeitungsverlag auf, der sich in der Folge vom Gründer Carl Glößl unabhängig macht und die „Österreichische Glaserzeitung” ab 1910 mit wechselnden Redakteuren dreimal monatlich herausgibt. Diese Ära endet 1928; noch im selben Jahr scheint die Zeitung im Wiener Adressverzeichnis Lehmann das letzte Mal auf. Parallel zur „Österreichischen Glaserzeitung” gibt es seit 1909 den „Glaser und Glashändler”, eine von Anton Walk monatlich herausgegebene Fachzeitung, die sich als offizielles Organ des Reichsverbandes präsentiert. Der Zeitpunkt des Endes dieses Konkurrenzmediums kann nicht mehr exakt eruiert werden, er dürfte aber um 1923 liegen. Als „Organ des Reichsverbandes” lebt die Zeitung von 1928 unter der Führung von Verbandspräsident Anton Walk als einziges Fachblatt aber wieder auf. Bis 1935 werden jährlich bis zu sechs Ausgaben ausgeliefert. Im Jahr 1935 tritt das Gewerbebundgesetz in Kraft. Die Genossenschaften und der Reichsverband werden aufgelöst. Jedes Bundesland erhält eine fachliche Zunft, alle zusammen ergeben eine Innung. Zu der Zeit tritt erstmals ein Mann, 36 Jahre alt, Zunftmeisterstellvertreter, intelligent, belesen, weltgewandt, in Erscheinung: Gustl Schieb. Er schafft wieder ein Fachblatt mit dem Titel „Österreichische Glaserzeitung”. Schon im ersten Jahr wird sie in alle Erdteile verschickt. Führende Fachleute zollen dem Periodikum höchste Anerkennung. Im Jahr 1937 wird die Zeitung zum Pflichtorgan und vom Eigenverlag der Innung in den Österreichischen Gewerbeverlag übergeleitet. 1938 war das Jahr des Anschlusses an das „Deutsche Reich”. Die „Österreichische Glaserzeitung” wird aufgekauft und stillgelegt. Während der Kriegsjahre bleibt im deutschsprachigen Raum nur noch das „reichsdeutsche” Pendant verfügbar. Wieder ist es Gustl Schieb, der nach dem Krieg eine neue „Österreichische Glaserzeitung” auf die Beine stellt. Die erste Ausgabe erscheint im April 1948 – wie zuvor monatlich, diesmal im Verlag Ployer & Co. in Wien – und prall gefüllt mit fundierter Fachinformation. Nachdem Verlagsinhaber Alois Ployer in den Ruhestand tritt, gehen die Verlagsrechte an der „Österreichischen Glaserzeitung” am 1. 1. 1964 an den Österreichischen Wirtschaftsverlag. Gustl Schieb, durch seine Vorträge international bekannt geworden, stellt dem Fachblatt seine Erfahrung weiterhin zur Verfügung. Erst Ende 1975, Schieb ist bereits 75 Jahre alt, tritt er als verantwortlicher Redakteur zurück – und in der Folge sein Nachfolger Heinrich Thaa ein schweres Erbe an. 23 Jahre leitet er als Nichtglasfachmann sehr bemüht das offizielle Innungsorgan. Auch ich komme nicht vom Fach, aber ich glaube, die Glasbranche in meiner Zeit als leitende Redakteurin seit 1998 ein bisschen durchschaut zu haben. Die „glas” hat sich über die Jahre zu einem modernen, informativen und innovativen Fachblatt gewandelt. Diese Entwicklung mitzugestalten macht noch immer Spaß! Besonders schön war die Arbeit an dieser Ausgabe: viele Stunden in staubigen alten Zeitungen zu blättern, recherchieren, mit Branchenkennern zu plaudern. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle Elfriede Zahlner, denn ohne sie und ihr unglaubliches (glas-)geschichtliches Wissen wären so manche Details nicht in diesem Heft nachzulesen. Wir danken für Ihre Treue und wünschen Ihnen ein ganz besonderes Lesevergnügen mit dieser Jubiläumsausgabe! Ihre Birgit Tegtbauer IMPRESSUM Herausgeber: Bundesinnung der Dachdecker, Glaser und Spengler, Schaumburgergasse 20/6, 1040 Wien, Tel. 01/505 69 60-221, Medieninhaber, Verlger: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, Wiedner Hauptstraße 120-124, 1051 Wien, Tel. (+43) 01/546 64-0, Fax (+43) 01/546 64 DW 535, www.wirtschaftsverlag.at, Redaktion/Chefredakteurin: Birgit Tegtbauer, bite.comm, 1130 Wien, Tel. (+43) 0699/11 33 80 10, E-Mail: b.tegtbauer@wirtschaftsverlag.at, Mitarbeiter dieser Ausgabe: Armin Baumgartner, Barbara Jahn,Julia Kopf, Elfriede Zahlner, Elfriede Zahlner, Grafik: Equalmedia, 1180 Wien, Anzeigen beratung: Birgit Wilheim, DW 251, E-Mail: b.wilheim@wirtschaftsverlag.at, Anzeigenservice: Monika Perlep, DW 442, Fax DW 520, E-Mail: glas@wirtschaftsverlag.at, Anzeigenrepräsentanz OÖ: Verlagsbüro Gerhard Weberberger, Kleinwört 8, 4030 Linz, Tel. 0732/31 50 29, Fax 0732/31 50 29-46, Mobil: 0676/518 55 65, E-Mail: linz@wirtschaftsverlag.at, Verkaufs leiter: Franz Michael Seidl, DW 240, Geschäftsführung: Thomas Zembacher; Anzeigentarif: Nr. 39, gültig ab 1. Jänner 2011, Erscheinungsweise: 6 x jährlich, Herstellung: Friedrich VDV, Vereinigte Druckereien und Verlags-GmbH & CO KG, 4020 Linz, Zamenhofstraße 43-45, www.friedrichvdv.com, Marketing: Paul Kampusch, DW 130, Aboservice: Tel. 01/740 40-7812, E-Mail: aboservice@wirtschaftsverlag.at, Jahresbezugspreis: 30 Euro; Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des Kalenderjahres storniert werden, laufen weiter, Bankverbindung: Bank Austria, Kto. 09523298900, BLZ 11000, IBAN AT171100009523298900, BIC BKAUATWW, Druckauflage: 1.500 Stück, DVR: 0368491

Weitere Seiten in diesem Flash-Magazin:

Sie befinden sich auf der Textversion einer Flash-Seite. Um die Seite in ihrem vollem Umfang betrachten zu können, benötigen Sie den Flash Player ab Version 8, sowie aktiviertes Javascript.

Sie können jederzeit versuchen, diese Abfrage zu überspringen und das Magazin trotzdem aufzurufen, indem Sie hier klicken!

Flash Magazin, Katalog und Content Management System powered by flipmag.com

Array ( [googlecode] => UA-2621879-7 [tracker] => google [trackingdomain] => )