52 ZEiCHENERKläRUNG 5 Gläser. Weltklasse. Kann sich auch international messen. 4 Gläser. Österreichische Spitze. Sortentypischer Wein mit Eleganz, Ausdruck, Tiefe und Potenzial. 3 Gläser. Ausgezeichnet. Zeigt Charakter und Finesse, Trinkvergnügen mit Niveau. 2 Gläser. Sehr gut. Hat Präsenz, gewisse Tiefe und Sortenausdruck. 1 Glas. Gut. Einfacher, sauberer Alltagswein, der Trinkspaß bietet. Sommerwein Trinkspaß Speisenbegleiter Typisch Mineralisch Elegant Vollmundig lagern Österreichs beste Weissweine 2010 Grüner Veltliner Grüner Veltliner Der Grüne Veltliner ist Österreichs weiße Paraderebsorte schlechthin. Sie liefert vor allem in Niederösterreich und vereinzelt auch im Burgenland hervorragenden Wein. Zu Recht gilt der Grüne Veltliner als typisch österreichische Rebsorte, außerhalb Österreichs wird sie vereinzelt nur noch in Tschechien, der Slowakei und Ungarn angebaut, jedoch ohne jenen einmaligen Ausdruck zu entwickeln, der ihn zum österreichischen Exportschlager werden ließ. Der Export-Boom des österreichischen Qualitätsweins der letzten 20 Jahre beruht zu einem großen Teil auf dem Qualitätssprung, den der heimische Grüne Veltliner in dieser Zeit geschafft hat. Auch die erste heimische DAC (Districtus Austriae Controllatus) im Weinviertel war ausschließlich Weinen aus dieser Rebsorte vorbehalten. Auch weitere DAC-Weine (Traisental, Kremstal, Kamptal) setzen, wenn auch nicht ausschließlich, auf den Grünen Veltliner. Und dann gibt es natürlich noch die Wachau, wo die Winzervereinigung Vinea Wachau 1983 mit ihrer dreigliedrigen Qualitätsstruktur „Steinfeder- Federspiel-Smaragd“ so etwas wie den Vorläufer des DAC-Systems geschaffen hat. Zwar erlauben die Vinea-Richtlinien die Abfüllung aller in Österreich zugelassener weißer Rebsorten, die mit Abstand wichtigsten Sorten sind jedoch Riesling und vor allem der Grüne Veltliner. Die dreigliedrige Qualitätsstruktur der Vinea Wachau bringt sehr gut zum Ausdruck, dass der Grüne Veltliner seinen unverwechslebaren Charakter in verschiedenen Gewichtsklassen gut zu Geltung bringen kann. Er schmeckt als junger, frischer und knackiger Wein schon im ersten Frühling, der auf die Ernte folgt. Er überzeugt als mittelgewichtiger, sortentypisch würziger Speisebegleiter gerade zu vielen Spezialitäten der heimischen Küche, und er verbindet als kräftiger Wein mit jeder Menge Schmelz Power und Mineralik zu einer Harmonie, die großes Reifepotenzial besitzt, und ihm damit einen unumstrittenen Platz im Reigen der großen Weißweine der Welt gesichert hat. © ÖWM · Faber
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