Was die Zahlen betrifft, so ist Österreich auf einem guten Weg: Während die Forschungsquote Mitte der 1990er-Jahre noch bei knapp 1,5 Prozent des BIP lag, hat die Alpenrepublik in den letzten zehn Jahren ordentlich aufgeholt. Kompetitiver ist Österreich nicht zuletzt durch den EU-Beitritt geworden – die EU-Förderprogramme stärken sowohl den Innovationsgeist als auch den Wettbewerbsdruck. Nach den Maßstäben des European Innovation Scoreboard verfolgt Österreich nun das Ziel, von der Gruppe der Followers in die Top-Klasse der Innovation Leaders aufzusteigen. „Wenn wir diese Aufholjagd mit dem Radsport vergleichen, führen wir derzeit die Verfolgergruppe an“, sagt Ingolf Schädler, Leiter des Bereichs Innovation im Infrastrukturministerium (BMVIT). Dem für 2010 angestrebten Ziel, drei Prozent des BIP für Forschungszwe- cke aufzuwenden, hat die Wirtschaftskrise einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und damit dominieren der Kampf ums Geld und Diskussionen um eine sinnvolle Verteilung des Forschungsbudgets durch die Öffentliche Hand – ein Punkt, bei dem die Meinungen auseinander gehen. Das magische Dreieck Die Strategie für Forschung, Technologie und Innovation (FTI) der Bundesregierung wird sie ab Juni vorgeben, die Leitlinien der Forschungspolitik. Demnach soll Österreich bis 2020 ein Top-FTI-Standort werden. „Die Strategie setzt sich das Ziel, exzellenten Wissenschaftlern beste Karrierechancen zu bieten und innovative Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen aus der ganzen Welt anzuziehen“, erklärt Peter Kowalski, Leiter der Forschungssektion im Wissenschafts- und Schwerpunkt Forschung und Innovation April 10 11
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